Balkan 2026: 4.500 km, 12 Länder und (vielleicht) endlich Frieden mit dem Navi

Am 7. Mai 2026 drücken wir endlich auf Start. Ausgangspunkt: Ditterke. Koppelpunkt: Eldagsen. Ziel: irgendwo zwischen „Wow, ist das schön hier!“ und  „Warum waren wir nicht vorher schonmal hier ?“

Die Mission ist klar: 4.500 Kilometer Balkan, verteilt auf 12 Länder, vollgepackt mit Gelati, Café, Kurven, Pässen, Aussichten – und diesmal hoffentlich ohne Navigations-Nervenzusammenbruch. Und auf die Original-Cevapcici freuen wir uns natürlich auch.

Die Route: Mehr Kurven als gesunder Menschenverstand

Die Richtung steht fest: Prag – Kosice - Baie Mare - Belgrad – Sarajevo – Banja Luka - Zagreb - Graz. Dazu echte Motorrad-Leckerbissen wie das Eiserne Tor an der Donau, die legendäre Transalpina (hoffentlich Open) und sogar ein Abstecher auf die Schneekoppe im Riesengebrige kurz vor dem Ende der Reise.

Gerade Straßen? Nett gemeint. Serpentinen? Ja bitte. Wer fährt schon Balkan, um geradeaus zu rollen?

Alle Details zur Route gibt’s wie immer hier auf donjupp.de und auch im WhattsApps Channel – irgendwo zwischen sorgfältiger Planung, blankem Wahnsinn und steigender Vorfreude.

Planung 2026: Dieses Mal voll digital, flexibel – und zur Abwechslung mal nicht nervtötend

Geplant wurde die komplette Tour dieses Jahr erstmalig komplett mit der My Route App (MRA) im Web. Und das fühlte sich zum ersten Mal seit Langem nach echter Entspannung an:

  • webbasiert (Planung gemütlich am Rechner im Webbrowser)
  • plattformunabhängig in der Cloud
  • volle Unterstützung für Apple CarPlay und Android Auto
  • Viele Shaping- und Routing Points, damit wir die Cafe´s und Gelati-Buden nicht verpassen

Kurz gesagt: kein Gefrickel mehr mit BaseCamp, keine Bastellösungen, kein spontane-Flüche-erfinden unterwegs. Letztes Jahr im Baltikum lief MRA das erste Mal im Testmodus. Fazit damals: „Ganz okay, kann man machen. Da geht noch was.“ Mit der Erfahrung vom letzten Jahr trauen wir uns nun an das diesjährige Abenteuer. 

Fazit dieses Jahr:  Alles oder nichts.

Beide Motorräder laufen nur noch mit MyRouteApp (MRA) auf dem Smartphone im Apple CarPlay auf Carpuride. Strom für die Smartphones kommt über Kabel vom USB-Port der BMW in den Tankrucksack. Das Carpuride steckt in der Original-BMW-Navi Halterung und wird vom Can-Bus mit Strom und Infos versorgt. BMW-Navigation? Danke, wir passen. Sucht Euch andere Deppen für den Müll.

BMW-Navigation – ein emotionales Kapitel

Kommen wir zu einem heiklen Thema. BMW Navigation. Oder wie wir es nennen: „Digitale Abenteuer mit ungewollten Überraschungen.“

Wir hatten sie alle:

  • Navigator 5
  • Navigator 6 - mehrfach getauscht, wegen Ghosting
  • Connected Ride Cradle
  • Connected Ride Navigator / Connected Drive

Und ganz ehrlich?

👉 Alles Schrott und halb-schwanger. Nicht empfehlenswert. Punkt.

Das Highlight war: ein gerade mal zwei Monate altes Connected Ride Navigator System, das

  • einfriert
  • spontan neu startet
  • Routen fährt, wie es gerade lustig war
  • Autobahnen meidet? Nö.
  • Vorgaben beachtet wie ein pubertierender Teenager

Ergebnis:

  • Vertrauen: 0
  • Nerven: aufgebraucht

Die neue Hoffnung: CarPlay, Carpuride & ein bisschen Magie

Deshalb jetzt der Strategiewechsel - weg vom BMW Connected Drive: Wir fahren mit CarPlay + My Route App auf dem Carpuride. Der Grund für diesen Wechsel: Die Bedienung des CarPlay funktioniert über das Carpuride mit dem BMW Magic Wheel. 

Klingt unspektakulär – ist für BMW-Verhältnisse aber ungefähr so sensationell wie Blinker, die einfach immer gehen.

Fazit vor dem Start

  • Tour geplant: ✔
  • Technik umgestellt: ✔
  • Offline Karten auf Smartphone und Tablett geladen: ✔
  • Erwartungen: vorsichtig optimistisch ✔

Jetzt bleibt die große Frage:

Hält My Route App + CarPlay/Carpuride, was es verspricht – oder fahren wir am Ende doch wieder nach Straßenschildern wie 1998? Für alle Fälle haben wir noch analoge Straßenkarten dabei. Die funktionieren immer.

Wir werden berichten… Fortsetzung folgt.

Hier Tag 1 der Reise im MyRouteApp

 

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