16.05.2018 - Plitvicer Seen (HR) -> Pivka (SLO)

Hallo aus Pivka,

in Slowenien. Dies ist unser letzter Abend auf der Rückfahrt von Athen nach Good Old Germany im ehemaligen Jugoslawien. Wie schnell doch die Zeit vergeht.

Gestern Abend wurde wie immer nett und ausgiebig gespeist. Es gab zum Abschluss auch einen Slivovic. Die Bude war komplett voll, wie alle Buden an den Plitvicer Seen. Das war schon erstaunlich. Wir mochten uns gar nicht ausmalen, was hier erst in der Hauptreisezeit los ist. Und ihre exponierte Lage lassen sich auch alle schön bezahlen. Preise wie im „alten Dubrovnik“… Falls hier mal jemand im Sommer war oder ist, dann bitte ich doch um Feedback nach der touristischen Lage vor Ort. Das würde uns schon interessieren.

Von Plitvice durchkämmten wir Kroatien eng an der Bosnischen Landesgrenze entlang in Richtung Rijeka. Den Grand-Prix Kurs von Rijeka, wo ich irgendwann in den 80iger Jahren mal zum Motorrad Grand Prix von Jugoslawien (damals noch mit Toni Mang) war, touchten wir auch im Vorbeifahren. Das Routenprofil „Kurvenreich“ bescherte uns mal wieder Strecken und Straßen, die wir im Leben auf der Karte nicht gefunden hätten. So schön abwechslungsreich sie waren, so unbefahren und auch manchmal uneben waren sie auch. Mich störte das weniger. Der Eisdielen-Bomber aus der ehemaligen Ostzone hatte es da hier und da schon schwieriger. Landschaftlich haben wir Kroatien noch ein wenig genossen. Erstaunlich wie viel Wald dieses Land hat und wie viel Holzwirtschaft aktiv ist, wenn man nicht an der Küste langfährt.

Wir hatten soweit mit dem Wetter auch Glück. Die Temperaturen waren nicht besonders hoch. Sie schwankten den ganzen Tag so zwischen 12°C und 15°C. Da sind wir aus der letzten Woche ganz andere Zahlen gewohnt. Mit 20°C fährt sich deutlich angenehmer als knapp über 10°C. Die dunklen, schwarzen Regenwolken winkten uns auch immer zu. Aber auch hier sind wir nur relativ wenig von Oben nass geworden. Ein bisschen nasse Straße und ein paar Minuten im leichten Regen -Glück gehabt.

Mit dem Passschild des „Gornje Jelenje“ waren wir doch überrascht. Es war der erste Pass auf der diesjährigen Fahrt, auf dem wir auch ein Passschild hatten. Ein Passfoto aus Kroatien fehlte in unserer Sammlung auch noch.

02

Unser heutiges Base camp hier in Pivka hat eine Pizzeria im Haus. Einen Bierhahn an der Theke haben wir auch schon gesehen. Das könnte ein schöner Abend zum Abschluss in Alt-Jugoslawien werden. Ansonsten ist hier auch ein wenig Eisenbahnerromantik angesagt. Gegenüber ist der Bahnhof mit der Bahnstrecke. Aber egal. Dafür stehen unsere Mopeds heute mal wieder im Trockenen.

Unser morgiges Ziel ist die Edelweiß-Spitze an der Großglockner-Hochalpenstraße. Wir werden bis Lienz fahren und dort entscheiden, ob wir den Großglockner fahren oder die Fellbertauenstraße in Richtung Deutschland nehmen. Lassen wir uns überraschen. Nach Info aus Österreich soll das Wetter dort morgen und übermorgen besser werden. Heute ist Nebel und Regen, der Schnee hat sich schon verzogen bzw. wurde geräumt.

03gg

Kalte Grüße aus Slowenien im Wonnemonat Mai.

Jörg & Andreas


Statistische Daten aus dem Bordcomputer des Wasserbusses:

Tageskilometerleistung km: 240
Tagesdurchschnittsverbrauch  l/100km: 4,7
Tagesdurchschnittsgeschwindigkeit (km/h): 47
Gesamtkilometerleistung (km): 2676
Gesamtverbrauch l/100km: 4,9
Gangwechsel gesamt: 1285
Vorderradbremse: 534
Hinterradbremse: 955
Durchschn. Drosselklappe 10%
Minimum Aussentemperatur: 8°C
Durchschnitt Aussentemperatur: 14°C 
Maximum Aussentemperatur: 19°C 
Durchschnitt Motortemperatur: 81°C

Kommentar schreiben

Balkan 2018

Der Fuhrpark

  • Der Reisedampfer

    Der Reisedampfer

    Kein Weg zu weit, keine Herausforderung zu groß: Als Fernreise-Enduro ist die BMW R 1250 GS Adventure überall auf der Welt in ihrem Element...
  • Die alte Dame

    Die alte Dame

    Majestätisch prangen Adlerschwingen im Logo von Moto Guzzi. Zu Zeiten der 850 Le Mans hatten die Norditaliener auch allen Grund, stolz auf ihre Marke zu sein. Die Ur-Le Mans setzte Mitte der Siebziger Maßstäbe...
  • Der Klassiker

    Der Klassiker

    Das Eisenschwein der 80er Jahre mit dem ersten Vierventilmotor der Japaner...
  • Die Duke

    Die Duke

    Die Duke 125 bietet allen Jugendlichen und Junggebliebenen maximalen Fahrspaß und optimalen Nutzwert dank reinrassiger Motorradtechnik, die für 2013 noch um eine aufgewertete Bremsanlage mit größerer Bremsscheibe vorn und mit einem abschaltbarem Antiblockiersystem erweitert wurde – eine Weltpremiere in der 125er Klasse!
  • Suzuki Burgman 400

    Suzuki Burgman 400

    Mit dem Burgman AN 400 läutete Suzuki damals die Zeit der Großroller ein. Der AN 400 war mit rund 200 kg der erste schwere Roller, ausgestattet mit einem 25 kW starken Einzylinder-Viertaktmotor mit 385 cm³, und einem stufenlosen Keilriemengetriebe, das eine bequeme Fahrweise erlaubte (nur Gasgeben und Bremsen).
    current
    feels like
    min
    max
    pressure
    humidity
    visibility
    wind